Nomen est Omen
Der Satz HIC SVNT LEONES (Hier sind Löwen) wurde in früheren Zeiten von den Zeichnern geographischer Karten verwendet, um Grenzgebiete als unerforscht und damit möglicherweise als gefährlich und reich an Abenteuern zu bezeichnen.
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So kann man z.B. den Hinweis 'hic abundant leones' ('Hier sind viele Löwen'; siehe Abb.) in der oberen linken Ecke der Cotton Tiberius Karte (etwa um das Jahr 1025) finden.
In der Architektur der Griechen und Römer war der Löwe der Quellwächter (Krenophylax), woraus wohl, im übertragenen Sinne, der königliche, starke, elegante und würdevolle Löwe als symbolischer Portalwächter von Bibliotheken (Quellen des Wissens), Museen (Quellen der Schönheit), Schlössern (Quellen der Macht) und Gerichtsgebäuden (Quellen der Gerechtigkeit) hervorgegangen ist.
Die Kurzform HIC LEONES steht damit für das Abenteuer der geographischen Suche im unbekannten Terrain der Vergangenheit und für den Triumph der Entdeckung, der die Spirale von Fragen - Suchen - Finden - Verstehen - erneutes Fragen... vorantreibt.
HIC LEONES steht aber auch für die Sicherung und den Schutz von Daten aus historischen Büchern durch Digitalisierung (Bildspeicherung jeder einzelnen Seite) und die Übertragung dieser Daten in eine einzigartige digitale Enzyklopädie, um dieses Wissen der Vergangenheit mit den Mitteln der Gegenwart dem Suchenden als Hilfe anzubieten und für die Zukunft zu bewahren.
Dieses eindrucksvolle, ca. 3 m hohe Exemplar von Panthera Leo (siehe Abb.) befindet sich (zusammen mit mehreren
anderen) zu Füßen des Denkmals von Cristóbal Colón (Christoph Columbus) an der Porta de
la Pau, dem südöstlichen Ende des Gotischen Viertels von Barcelona. Das Monument a Cristóbal Colón [N 41°
22', O 2° 10'] wurde 1881 begonnen und 1888 zur Weltausstellung vollendet. |
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