Vorworte
![]() Ritters geograph. Lexikon (1895) |
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| Über die Erdteile, Länder, Meere, Buchten, Häfen, Seen, Flüsse, Inseln, Gebirge, Staaten, Städte, Flecken, Dörfer, Weiler, Bäder, Bergwerke, Kanäle etc. | Historisch-geographische Enzyklopädie der Welt (1880-1898) auf CD | ||
| Ein Nachschlagewerk über jeden geographischen Namen der Erde von irgendwelcher Bedeutung für den Weltverkehr | Ein Suchwerkzeug für Genealogen (Familienforscher), Historiker, Geographen, Landes- und Kulturforscher und jeden, der sich auf der Erde am Ende des 19. Jahrhunderts orientieren möchte. | ||
| 8. Auflage Zwei Bände (A-K, L-Z) (1895) Editor: J. Penzler Otto Wiegand, Leipzig | Ver. 1.0 Eine CD (2004) Editor: Dr. H.V.J. Kolbe Hic Leones EURL, Achenheim | ||
Vorwort Ritter-Lexikon (1895) | Vorwort Hic Leones Ver. 1.0 (2004) | ||
Die hier vorliegende achte Auflage von Ritters Lexikon hat eine gründliche Umarbeitung und sehr bedeutende Bereicherung erfahren. Ein Vergleich mit den früherer Auflagen wird das sofort bestätigen. Die Redaktion hat die ganze Fassung den vorgeschrittenen Ansprüchen der Wissenschaft und des Publikums angepasst und bei dem Massenmaterial, das die letzten Jahre gerade auf dem Gebiete der Erdkunde brachten, durch knappste Form die grösste Vollständigkeit zu erzielen gesucht. Diesem Streben konnte nur dadurch genügt werden, dass Beschreibungen und Schilderungen, physikalische Darstellungen und Erörterungen auf das Aeusserste beschränkt, historische Notizen aber ganz beseitigt wurden. Auf diese Weise konnte die Artikelzahl dem heutigen Verkehrsleben angemessen um viele Tausende vermehrt und den Ansprüchen der Gegenwart an ein praktisches Nachschlagebuch in jeder Beziehung Rechnung getragen werden. Gegen früher haben grössere Berücksichtigung erfahren von europäischen Ländern Bosnien, Bulgarien, Rumänien und Portugal, von aussereuropäischen in erster Linie Japan, aus dem allein mehrere Tausend Orte ganz neu aufgenommen worden sind; ferner Aegypten, Canada und Australien. Eine vollständige Umarbeitung ist mit dem Material der Vereinigten Staaten von Nordamerika vor sich gegangen und zwar ausschliesslich auf Grund amtlicher Quellen. Die Länder und Staaten sind skizziert nach Lage, Umfang, Gestaltung der Oberfläche, Naturerzeugnissen, Handel und Industrie, Verkehrswesen, Bevölkerung, politischer Einteilung, Verfassung, Verwaltung, Kultur- und Bildungszustand, Staatshaushalt, Armee, Flotte etc.; ähnlich, nur knapper, die Provinzen, Grafschaften, Regierungsbezirke, Kreise, Departements, Kantone etc., ferner die Städte, Flecken, Gemeinden, Dörfer nach Lage, Zugehörigkeit in administrativer und gerichtlicher Beziehung, Einwohnerzahl, ob Post-, Telegraphen-, Eisenbahn-, Dampfschiffsstation, Konsulat, Zollamt, Behörden, Lehranstalten, Banken, Handelskammer, dann Handel, Industrie und Gewerbe. Die Orte Deutschlands sind von 100 Einwohnern an aufgenommen, die Oesterreichs und der Schweiz von 150 - 200 an, bemerkenswerte, wie Gemeinden, Bäder, Fabriken, Hüttenwerke, besondere Verkehrsplätze auch mit geringerer Einwohnerzahl. Bei andern europäischen Ländern haben wir mit Orten von 200 - 500, bei aussereuropäischen mit solchen von 500 - 1000 angefangen. Die Bevölkerungszahl von Ländern, Bezirken und Orten und andere statistische Nachweise sind nach dem letzten amtlichen Census jedes betreffenden Landes angegeben, und den übrigen statistischen Angaben sind die letzten offiziellen Veröffentlichungen zu Grunde gelegt, wobei wir nicht unterlassen können, für das freundliche Entgegenkommen den statistischen Bureaus sämtlicher deutschen Staaten, insbesondere dem Königl. Statistischen Bureau in Berlin, sowie vielen anderen Behörden, Konsulaten etc. unsern verbindlichsten Dank auch an dieser Stelle auszusprechen. Da die Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1890 für Preussen betreffs derjenigen Orte, die nicht Städte sind und weniger als 2000 Einwohner haben, nicht veröffentlicht sind, hat uns das Königl. Statist. Bureau in Berlin das gesamte amtliche Material für die Orte bis zu 100 Einwohnern hinab zur Verfügung gestellt. Infolgedessen ist diese achte Auflage von Ritters Lexikon das einzige Werk, das die Resultate der letzten preussischen Volkszählung in diesem Umfange enthält. Eine ganz besondere Sorgfalt ist in der neuen Auflage dem Verkehrswesen gewidmet worden. In Europa wird man kein Post- und Telegraphenamt, keine Eisenbahn- und Dampfschiffsstation vermissen. In Deutschland ist bei jedem Orte und Wohnplatze, der überhaupt aufgenommen wurde, der Postbestellbezirk angegeben worden. Es liegt auf der Hand, dass dadurch die Brauchbarkeit des Werkes besonders für die Postbehörden wesentlich erhöht ist. Auch die aussereuropäischen Post- und Telegraphenämter, soweit sie für den internationalen Verkehr in Betracht kommen, sind vollständig aufgenommen. Die Namen folgen genau in alphabetischer Ordnung. Orte von gleicher Hauptbenennung, wenn auch in verschiedenen Ländern, oder mit unterscheidender Nebenbezeichnung, wie Alt-, Neu-, Gross-, Klein-, Ober-, Unter-, Nieder-, Grand-, Petit-, Alsó- (Nieder-, Unter-), Felsö- (Ober-, Ueber-), Kis- (Klein-), Nagy- (Gross-), Magyar- (Ungarisch-), Mezö-(Feld-), Nemet- (Deutsch-), O'- (Alt-), Ohla- (Walachisch-), Szasz- (Sächsisch-), Uj- (Neu-) in Ungarn etc. stehen unter diesen Zusammensetzungen in einer alphabetischen Reihe. Nur die mit San, Sankt, Sant', Santa, Saint-, Szent- (Heilig-) zusammengesetzten Namen sind unter den Stammnamen zu suchen. Die im Text vorkommenden Ausdrücke Län, Hered, Herred im Skandinavischen; Sandschak, Vilajet und Ejalet im Türkischen; Departement, Arrondissement und Canton im Französischen; Nomarchie, Eparchie und Demos im Griechischen sind Bezeichnungen für Verwaltungsbezirke; Loch, Lough, Lake für See, Dagh für Gebirge, Djebel, Dschebel für Berg, River für Fluss, Mount, Monte, Mont für Berg. Die Schreibweise der Namen bietet für die Bearbeitung eines so umfassenden Werkes, wie für den Gebrauch viel Schwierigkeit. Im allgemeinen ist die amtliche Schreibweise des betreffenden Landes als die gültige angenommen. Fremde Orte, Flüsse etc. mit vollständig eingebürgerter deutscher Bezeichnung, wie z. B.Mailand für Milano, Neapel, Themse etc. stehen natürlich nur unter dieser deutschen Bezeichnung. Türkische, persische und besonders arabische Namen werden so verschiedenartig, von den Engländern und Franzosen nach ihrer Aussprache, geschrieben, dass ein fester Anhalt für die Schreibweise schwer zu finden ist. Wir haben im allgemeinen die der deutschen Aussprache sich anpassende Schreibart beibehalten, oft aber auch mit Verweisungen das Nachschlagen erleichtert. Die indischen Namen haben wir im ganzen nach dem englischen Schreibgebrauche gegeben, uns hier hauptsächlich an die Schreibweise der Petermann'schen Geographischen Mitteilungen anschliessend. Der schwankende Gebrauch von ai, ei und ey, y und i bei deutschen Namen konnte nicht systematisch festgestellt werden. Fehlt der Name bei dem einen dieser Buchstaben, so beliebe der Leser bei dem andern Buchstaben nachzusehen. Dagegen ist in deutschen Namen das als k auszusprechende c durchweg durch k ersetzt worden, also z. B. Kassel, Köln, Korbetha, Küstrin etc. Bei dem sonstigen auch amtlich sehr schwankenden Gebrauch dieses c wird durch unsre einheitliche Aenderung das Nachschlagen bedeutend vereinfacht und erleichtert. Verweisungen sind möglichst vermieden; Namen jedoch unter verschieden vorkommender Bezeichnung, wie Armenierstadt = Szamos-Ujvar, Batschendorf = Bacsfalu, Amazonenstrom = Marañon etc. bedurften der Deutlichkeit wegen der für den Sucher oft unbequemen Verweisung. Für die Lagebestimmung ist der Meridian von Greenwich angenommen. Was die benutzten Quellen betrifft, so würde eine vollständige Aufzählung derselben hier zu weit führen; daher genüge die Angabe, dass, soweit die betreffenden Ministerien und hohen Behörden den an sie ergangenen Gesuchen geneigte dankenswerte Berücksichtigung geschenkt haben, überall das neueste offizielle Material, sonst aber das durch die neuesten geographisch - statistischen Werke gebotene Material, das ja auch zumeist auf amtlichen Mitteilungen beruht, sowie die neuesten Kartenwerke benutzt worden sind. Bei der Natur eines so umfassenden Werkes, dessen Bearbeitung nicht wenig Sorgfalt, Umsicht und Fleiss erfordert, bei dem steten Wechsel lokaler, kommunaler, ja selbst weiterer administrativer Einzelheiten, dem nichts weniger als regelmässigen Eingang der Materialien etc., sind selbst bei grösster Sorgfalt Irrtümer, Mängel und Druckfehler nicht zu vermeiden. Allen denen, welche während des Erscheinens der Lieferungen freundliche Berichtigungen einsandten, sei hiermit bester Dank gesagt. Ein Verzeichnis der Berichtigungen und Nachträge wird am Schluss des ganzen Werkes folgen. Die Redaktion | Die hier vorliegende Auflage von Hic Leones, Ver. 1.0, ist eine historisch-geographische Enzyklopädie der Welt am Ende des 19. Jahrhunderts (1880-1898). Hic Leones soll dem Interessierten, oder wie die Alten sagten, »dem Studierten als auch dem Laien«, direkten Zugang zu referenzierten Daten aus der Literatur ermöglichen, die sonst nur durch ausgiebige Besuche in gut bestückten Bibliotheken zu erhalten wären. Als Grundlage für Hic Leones diente Ritters geographisch-statistisches Lexikon von 1895 (8. Auflage, 2 Bände, insgesamt 2.263 Seiten mit etwa 269.000 Einträge), ein deutsches Standardwerk im ausgehenden 19. und beginnenden 20. Jahrhundert. Statt die Daten einschließlich der vorliegenden Fehler unverändert zu übernehmen (je nach Land enthalten etwa 3 - 5 % der Einträge logisch oder faktisch falsche Angaben), wurden die einzelnen Einträge korrigiert, standardisiert und erweitert. Durch die Digitalisierung sind nun auch die etwa 15.000 - 20.000 versteckten Einträge (Namen von kleinsten Orten, Gehöften, Bergspitzen, Personennamen etc.) zugänglich, die im beschreibenden Text der Einträge erwähnt werden, aber keinen eigenen Eintrag haben. Der Herausgeber hat sich im Rahmen der Standardisierung bemüht, den Text der Originalausgabe so weit wie möglich zu bewahren (auch das Schriftbild des Ritter-Lexikons wurde erhalten durch den Entwurf eines entsprechenden Zeichensatzes, der bei der Ergebnisanzeige in den Textfeldern verwendet wird). Die Beschreibung von Regionen und besonders der Bevölkerung mag dem heutigen Leser in einigen Fällen als politisch nicht ganz korrekt erscheinen, wurde aber beibehalten, um die historische Sichtweise nicht zu verfälschen. So entspricht es nicht der Meinung des Herausgebers, eine psychiatrische Klinik als »Irrenhaus« oder »Idiotenanstalt« zu bezeichnen, eine Justizvollzugsinstitution für Frauen als »Zwangsarbeitshaus für Weiber« zu benennen oder den Corsen als »rachsüchtig, stolz, roh, heftig, träge, freiheitsliebend ...« zu charakterisieren. Dennoch sind diese Beschreibungen aufzufinden, da sie dem Text entsprechen und/oder in der betreffenden Zeit gebräuchlich waren. KorrekturEindeutige orthographische Fehler der Originalausgabe wurden korrigiert; gebräuchliche Schreibweisen wie »Thal« oder »Cigarren« wurden beibehalten. Sachliche Fehler, die durch die Sekundärliteratur belegt werden konnten, wurden korrigiert, teilweise ergänzt und erweitert. Wenn ein vermutlich falscher Begriff angetroffen wurde, der (noch) nicht durch die Sekundärliteratur korrigiert werden konnte, wurde dieser Begriff im Text belassen und dahinter ein Fragezeichen in Klammern, d. h. »(?)«, gesetzt. StandardisierungDie individuellen Einträge wurden standardisiert in Bezug auf Informationsabfolge (Art des Eintrages, Land, Staat, Provinz, Reg.-Bz., Kr., Ger.-Bz., Einwohnerzahl und Zusatzinformationen wie Erwerbszweige, soziale Einrichtungen, Religionszugehörigkeit, Bahnverbindungen, landschaftliche Eigenarten etc. Für den damaligen Buchdruck als Platz sparend zusammengefasste Abfolgen (... in Schlesien, Reg.-Bz., Kr., AGer u. P. Oppeln ...) wurden ausgeführt und ergänzt (... in Deutschland, Kgrch Preussen, Prov. Schlesien, Reg.-Bz. Oppeln, Kr. Oppeln, AGer Oppeln, P. Oppeln ...). Ein weiteres Beispiel: die verschiedenen Abfolgen »St. in Russl., Kaluga, ...«; »St. im russ. Kaluga, ...«; »St. im Gebiet Kaluga, Russl...«; »St. im Gouv. Kaluga, ...«; »St. in Russl., Prov. Kaluga, ...«, ergeben alle nach der Überarbeitung dieselbe Abfolge »St. in europ. Rossija (Russland), Gouv. Kaluga, ...«. Ortsbezeichnungen wie Stadt (St.), Dorf (Df), Weiler (Wlr), Marktfleck (Mkt-Flck.) etc. wurden nach bester Kenntnis und im Sinne der Definitionen verwendet. Bei (noch) undefinierten Ortsbezeichnungen wurde der neutrale Begriff »Ort« verwendet, d. h., Ort bedeutet, dass es sich um eine Stadt, ein Dorf, ein Vorwerk, einen Hof (allgemein: um einen Wohnplatz) handelt. Ortsnamen wurden soweit möglich vereinheitlicht, sowohl in der Schreibweise als auch in der sprachlichen Bezeichnung, z.B. einheitliche Bezeichnung bei böhmisch-deutschen Ortsnamen; soweit Hinweise gefunden wurden, ob die Bevölkerung überwiegend aus Tschechen oder aus Deutschen bestand, wurde der entsprechend Ortsname vorangestellt. Dieser Vorgang erfordert kontinuierliche Arbeit und wird in weiteren Versionen von Hic Leones fortgesetzt werden. Zusammengesetzte geographische Bezeichnungen (z.B. Saint-Denis-sur-Loire oder New-York) werden in Hic Leones generell durch Bindestrich verbunden dargestellt, um das Erfassen der Begriffe zu erleichtern. Dies mag der offiziellen Schreibweise entsprechen (wie bei Saint-Denis-sur-Loire) oder von der offiziellen Schreibweise abweichen (wie bei New York). Zusatzinformationen. Die Suche nach Begriffen in den Zusatzinformationen wurde dadurch erleichtert, dass einheitliche Begriffe eingeführt wurden, ohne die Ausdrucksvielfalt des Originals zu schmälern. So wird z.B. »Schaf- und Ziegenzucht« zu »Tierzucht (Schafe, Ziegen)«; »Kohlengrube« wird zu »Bergbau (Kohle, eine Grube)« und »bedeut. Kupferbergwerke« zu »bedeut. Bergbau (Kupfer, mehrere Bergwerke)«. ErweiterungDen meisten deutschen Landesnamen (Exonyme) wurden die einheimischen Originalbezeichnungen (Endonyme) der betreffenden Länder und Verwaltungsgebiete vorangestellt, mit der deutschen Bezeichnung in Klammern, z.B. » ... in Bosna-Hersek (Bosnien-Herzegowina) ...«. Dies ermöglicht es dem Anwender einerseits, sich mit Originalnamen vertraut zu machen (ohne auf die deutsche Bezeichnung verzichten zu müssen) und soll andererseits einem nicht deutschsprachigen Anwender das Verständnis und die Interpretation der Daten erleichtern. Fehlende oder unvollständige Einträge wurden mithilfe der Sekundärliteratur ergänzt und entsprechend referenziert. Bei der Überarbeitung der USA wurde z.B. festgestellt, dass die Anzahl und teilweise die Namensschreibweise der Grafschaften (counties; Cty) in den einzelnen Staaten der Union nicht mit den Daten in der amerikanischen Referenzliteratur übereinstimmt. Unter Angabe der Referenz wurden die fehlenden Einträge ergänzt. Alle Einträge in Hic Leones sind als Typ (Berg, Insel, Ort, Gewässer etc.) kategorisiert, um die Schnellsuche zu erleichtern. Alle Einträge, die unter dem gleichen Namen zwei (od. mehrere) Typen enthalten (z.B. »Kap und Fluss in ...«), wurden aufgespalten in »Kap in ...«. (Typ: Berg) und »Fl. in ...« (Typ: Gewässer). Eine Sonderstellung nimmt der Begriff »Gemeinde« ein. Als (Orts-)Gemeinde ist er als übergeordnete Einheit mehrerer Dörfer und Wohnplätze zu verstehen (d. h. Typ: Verwaltungsgebiet). Gemeinde kann aber auch mit »Dorf« gleichgesetzt sein, wenn diese Gemeinde nur aus einem Dorf besteht (Typ: Ort). In der vorliegenden Ver. 1.0 sind beide Arten von Gemeinde unter dem Typ: Ort kategorisiert. Die meist mehrseitigen Einträge über Länder und Kontinente wurden in die Untereinträge [1] Geographie (evtl. weiter unterteilt in Gewässer, Gebirge, Inseln, Ebenen, Klima etc.), [2] Bevölkerung, [3] Kultur, Religion, Bildung, [4] Produkte, Handel (hier auch Verkehr), [5] Verwaltung (hier auch Gliederung), [6] Militär und [7] Geschichte eingeteilt; Ähnliches gilt für größere Städte und Gebirgskomplexe. Da die im Original schon teilweise vorliegenden Fremdbezeichnungen (z.B. Blue-Springs, Bahr-el-Dschur etc.) durch die Überarbeitung nun noch häufiger anzutreffen sind, wurde ein Glossar von über 1200 Einträgen erstellt, das dem Anwender erlaubt, die deutsche Bedeutung von ausländischen Begriffen zu erfahren. Auch sind in diesem Glossar Erklärungen für früher geläufige Begriffe wie »Darre« oder »Posamenten« enthalten. OrtskoordinatenIm Text vorgefundene Ortskoordinaten wurden überprüft und, soweit möglich, aus dem Text heraus in ein separates Datenfeld übernommen. Ergänzungen wurden bei Ländern und Ortschaften vorgenommen durch Ableitung der Koordinaten aus Atlanten und der Sekundärliteratur. Die Genauigkeit beträgt etwa ±1'. Es ist das Anliegen des Herausgebers, durch die vorliegende Enzyklopädie einen Einblick in die Welt am Ende des 19. Jahrhunderts mit all ihren Facetten zu ermöglichen und es ist sein Wunsch, dass sich Hic Leones als nützliches Werkzeug für Geographen, Historiker, Archivare, Bibliothekare, Genealogen und Landes- bzw. Kulturforscher erweist. Er schließt sich dem Vorwort von 1895 an, dass »bei der Natur eines so umfassenden Werkes, dessen Bearbeitung nicht wenig Sorgfalt, Umsicht und Fleiß erfordert, ... selbst bei größter Sorgfalt Irrtümer, Mängel und Druckfehler nicht zu vermeiden sind« und er ermutigt den aufmerksamen Leser, ihm diese mitzuteilen und mit technischen oder inhaltlichen Verbesserungsvorschlägen nicht zurückzuhalten. Dr. Hanno V. J. Kolbe |

